10 Gründe warum es besser ist einen Marder zu vertreiben anstatt ihn einzufangen

Marder vertreiben statt einfangen

Wer ein Marderproblem hat, wird um die Frage, ob es besser ist den Marder einzufangen oder doch besser ist ihn zu vertreiben, nicht herum kommen. Die Schäden, die ein einziger Marder anrichtet, sind meistens sehr kostspielig. Betroffen ist oftmals der Dachboden, wo der Marder alle Isoliermaterialien wild entschlossen heraus rupft, das alles mit Urin durchtränkt und Reste von Gammelfleisch und Kot hinterlässt. Aber auch und gerade die Schäden am Auto sind ganz besonders problematisch. Der Marder ist faktisch getrieben von einer KFZ-Affinität, ganz besonders bei noch warm gelaufenen Motoren. Da werden beherzt und zugleich gnadenlos Kabel, insbesondere jene zu den Zündkerzen und zur Zündspule, aber auch Schläuche des Kühlwasser- und Heizkreislaufs und, wen wundert’s, das Dämmmaterial unter der Motorhaube in Frontalangriff

Das ist keineswegs nur ein Problem für die ländliche Bevölkerung, ganz im Gegenteil, auch Marder betreiben „Landflucht“ und fühlen sich in den Ballungsräumen der großen Metropolen immer wohler. Im Bereich von Millionen Mülltonnen, die dort konzentriert stehen, finden sie das Nahrungsangebot paradiesisch und den Duft nach Aas einfach nur geil.

Um diesen „Verbrecher“ loszuwerden, werden immer wieder die abstrusesten Fantasien bemüht. Aber es gibt tatsächlich zwei einigermaßen effiziente Methoden: die Marderfalle und die endgültige Vertreibung der Tiere mithilfe von Ultraschallgeräten oder Elektroschocks mit der treffenden Bezeichnung Marderschreck. Doch was ist die bessere Strategie, den Marder einfangen oder vertreiben?  10 Gründe, die für das Vertreiben und gegen das Einfangen eines Marders sprechen:

  1. Tierschutz: Der Marder gehört in Deutschland zu den geschützten Tierarten und unterliegt dem Jagdrecht. Benötigt wird daher eine spezielle Einfang-Genehmigung von der lokalen Jagdbehörde. Dem Laien bzw. Normalbürger ist das Jagen und Töten eines Marders bei Strafe untersagt. Hinzu kommt noch, dass Marder nur zu bestimmten Zeiten außerhalb der Aufzucht der Jungen eingefangen werden dürfen, um den Tierbestand nicht zu gefährden. Die Marderschonzeit beläuft sich immerhin auf die 7,5 Monate im Jahr zwischen dem 1. März und dem 15. Oktober. Fazit: Aus verschiedenen rechtlichen Gründen sind Marderallen problematisch.
  2. Der Marder kommt wieder: Ein Marder darf nur mit einer Lebendfalle eingefangen werden, damit er später wieder unversehrt in die Freiheit entlassen werden kann. Allerdings haben Marder einen ausgeprägten Orientierungssinn und finden leicht wieder zu ihrem früheren Wohnort zurück. Das Aussetzen des Tieres muss daher mindestens 25 km entfernt, und zwar weit weg vom nächsten Wohngebiet stattfinden.
  3. Marder können unangenehm werden: Marder sind keine harmlosen Kuscheltierchen, die brav im Käfig sitzen und geduldig eine Spazierfahrt ertragen. Während der Fahrt kommt es meistens zu ziemlich unangenehmem Geschrei und hektischen Bewegungen.
  4. Marderbissgefahr: Der Marder ist ein sehr starkes und wendiges Tier, das sich ordentlich zur Wehr setzt. Setzt man mal seine Muskelmasse ins Verhältnis zu seinem Gesamtgewicht, stellt sich heraus, dass der Marder das stärkste Tier der Welt ist. Beim Entlassen aus der Falle passiert es immer wieder, dass der hochgradig verärgerte Marder aggressiv um sich beißt.
  5. Kosten: Eine richtige Marderfalle kostet zwischen 70 bis 200 Euro, hinzu kommen noch die Kosten für den Köder. Bevor man einen anderen Marder mit derselben Falle einfangen kann, muss diese sehr sorgfältig gereinigt werden. Die geringste Geruchsspur eines „Konkurrenten“ bringt den nächsten Kandidaten total „auf die Palme“.
  6. Der richtige Köder: Marder sind zuweilen ziemlich verwöhnt und ignorieren Köder, wenn draußen ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorliegt. In der Praxis wird der Fänger mit verschiedenen Ködern experimentieren müssen, bis sich ein Erfolg einstellt.
  7. Die richtige Fallenposition: Eine Lebendfalle lässt sich zwar gut auf einem Dachboden aufstellen, aber aus räumlichen Gründen ist sie unter einer Motorhaube wohl kaum geeignet. Da sich der Marder meistens viel Zeit für sein Fallenabenteuer lässt, ist diese Idee ohnehin sehr unpraktisch für ein Auto des täglichen Gebrauchs.
  8. Marder lassen sich nicht so einfach fangen: Marder sind sehr vorsichtig, lernfähig und schlau. Ein Tier, das schon mal Erfahrung mit einer Falle gemacht hat, wird sich lebenslang daran erinnern, und das wird ihm nie wieder passieren.
  9. Gefährdung des Marders: Das Einfangen, eine längere Gefangenschaft und das Transportieren eines wilden Tieres stellen einen enormen Stress dar, der ggf. zu Herzversagen führen kann.
  10. Für jeden gefangenen Marder gibt es einen Nachfolger: Auch wenn Sie einen Marder durch Einfangen und Aussetzen losgeworden sind, bestimmt hatte er einen guten Grund für seinen Besuch, den auch andere Marder so sehen. So ist die Wahrscheinlichkeit durchaus hoch, dass bald ein neuer „Kollege“ das nun leere Revier besetzt.

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Einfacher und besser als das Einfangen und Wegtransportieren eines Marders ist das endgültige Vertreiben des Wildtieres. Als besonders effektiv hat sich hierzu der „Marderschreck“ auf Basis des Elektroschocks oder spezielle Ultraschallquellen zur Vertreibung von Mardern herausgestellt. Der besonders bestechende Vorteil bei diesen Methoden ist die erfolgreiche Vertreibung, bevor das Tier überhaupt seinen ersten Schaden angerichtet hat. Dadurch wird auch jeder direkte Kontakt zu dem Tier, das nicht nur schreit und beißt, sondern auch Krankheiten wie z. B. Tollwut übertragen kann, obsolet.


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