Marderschäden und Tierverbiss bei Solaranlagen

Marderschäden und Tierverbiss kann Ihre kostbare Solaranlage gefährden, doch zum Glück können Sie vorbeugende Maßnahmen einleiten.

Hilfe ein Marder ist auf meinem Dach!

Dass Marder sich gerne an Kabeln von Fahrzeugen zu schaffen machen, ist keine Seltenheit. Neu ist für viele Besitzer von Photovoltaikanlagen allerdings, dass auch diese nicht unbedingt vor den gefräßigen Nagern geschützt sind. Grundsätzlich lässt sich das Risiko, dass die Solaranlage von einem Marder beschädigt wird, nicht komplett eindämmen, dennoch lässt sich mit den richtigen Maßnahmen schon einiges erreichen.

Warum greifen Marder Solaranlagen an?

Selten sind Marderschäden schon seit einigen Jahren nicht mehr – im Gegenteil, die Zahlen steigen kontinuierlich. Während es im Jahr 2009 noch rund 175.000 Schäden an Fahrzeugen waren, so waren es rund zwei Jahre später bereits 230.000 – mit stetig wachsender Tendenz. So lässt sich auch annehmen, dass die Schäden an Solaranlagen ebenfalls häufiger geworden sind. Unwahrscheinlich wäre es nicht, denn Marder halten sich sehr gerne in besiedelten Gebieten auf.

Dennoch ist es eine falsche Annahme, dass Marder gezielt nach Solaranlagen suchen oder von irgendetwas angezogen werden. Dass ein Tier die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach angreift, ist mehr oder weniger ein zufälliges Ereignis und kommt zum Beispiel dort vor, wo mehrere Tiere in einem Revier unterwegs sind – da weichen einige schon mal auf Dächer aus, wenn Konkurrenten sich bereits an Fahrzeugen zu schaffen machen. Marder können erstaunlich gut klettern, sind flink und schrecken auch vor Höhe nicht zurück.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen über Schäden durch Marder an ihrer Solaranlage beklagen – nicht umsonst haben zahlreiche Versicherungsgesellschaften Marderschäden explizit als Leistung in ihren Konditionen integriert.

Wie gefährlich ist ein Marderschaden oder auch Tierverbiss an der Solaranlage?

Die Folgen, die an einer Photovoltaikanlage im Zuge eines Marderbisses entstehen können, sind ganz verschieden. Am häufigsten kommt es vor, dass Leitungen an jener Stelle, an welcher der Marder zugebissen hat, einen höheren Widerstand aufweisen. Auf diese Weise erwärmt sich das Kabel dort deutlich mehr, was nicht nur die Effizienz der Anlage verringert, sondern im schlimmsten Fall sogar zu einem Kabelbrand führen kann. Da ist es noch deutlich ungefährlicher, wenn der Marder eine Leitung komplett durchgebissen hat – auch lässt sich ein solcher Schaden einfacher erkennen als eine nur angebissene Leitung.

Welche Versicherung bezahlt Marderschäden und Tierverbiss an der Solaranlage?

Aufgrund des ständigen Risikos eines Marderschadens oder Tierverbisses durch Raten und Mäuse sollte jeder Besitzer einer Solaranlage eine Photovoltaikversicherung abschließen – nur so kann man sich vor hohen Reperaturkosten schützen. In den Konditionen der Police sind Marderbisse fast immer als inbegriffene Leistung vermerkt. Ein weitere Lösung können Gebäudeversicherungen darstellen, doch nicht immer übernimmt diese den Schaden durch Tierverbiss – falls Sie über eine solche verfügen, sollten Sie zunächst dort in den Unterlagen nachsehen.

Marderschäden und Tierverbiss bei Photovoltaikanlagen vorbeugen

was an Fahrzeugen ärgerlich ist, kann bei Solaranlagen erst recht gravierend sein: Beißt ein Marder Kabel an der Photovoltaikanlage durch, können hier schnell Schäden von fünfstelligen Beträgen entstehen – Geld, das nicht jeder ausgeben möchte oder zur Verfügung hat. Problematisch wird es dann, wenn man im Haushalt auf die Funktionalität der Solaranlage angewiesen ist.

Es gibt viele Maßnahmen, einem Schaden durch Marderbisse und sonstigen Tierverbissen an der Solaranlage entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen. So sollte man sich zunächst darum bemühen, den Tieren jeglichen Zugang zur Photovoltaikanlage zu verwehren, denn so können Sie auch keinen Schaden dort anrichten. Selbst das kleinste Schlupfloch wird von den neugierigen Mardern genutzt. Idealerweise sorgen Sie dafür, dass der Marder erst garnicht auf Ihr Dach gelangen kann. Das geht am besten mit speziellen DachrinnenbürstenMarderabwehrgürteloder mit einem Elektrozaun für Hausdächer.

Achten Sie außerdem darauf, dass sämtliche Leitungen nicht frei herumliegen oder hängen, sondern fixiert und gebündelt sind.
Weiterhin gibt es spezielle Kabel, die mit einer speziellen Schicht aus Metall und Kunststoff ummantelt sind. An diesen haben selbst Marder mit ihren spitzen Zähnen keine Chance. Eine andere Möglichkeit ist, die Leitungen mit einem Rohr aus Kunststoff zu schützen.

Darüber hinaus sind weitere Abwehrmittel gegen die gefräßigen Tiere im Handel erhältlich, wie beispielsweise Ultraschall-Geräte. Hier gilt grundsätzlich: Was bei Fahrzeugen wirkt, kann auch bei Mardern auf dem Dach helfen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass  keine Maßnahme 100% Schutz bieten kann. Sinnvoll erscheint eine Kombination Abwehr-Geräten und der Abschottung der Wege, die zum Dach führen, etwa mit Regenrinnenbürsten. Der beste Schutz ist gewährleistet, wenn die Tiere erst gar nicht dorthin gelangen, wo sie Schäden anrichten können.


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