Warum es sich lohnt einen VW Golf mit einem Marderschreck aufzurüsten

Die kleinen süßen Nager finden Ihren VW Golf zum Anbeißen und fallen meist nachts über Kabel, Schläuche, Isolierungen und Dämmmatten her. Doch es gibt gute Abwehrmöglichkeiten. Am effektivsten ist unserer Erfahrung nach ein Marderschreck.

Da Marder Allesfresser sind, probieren sie eben auch alles, was ihnen zwischen die Zähne kommt. Das Ergebnis dieser Beißattacken kann verheerende Folgen haben. Nicht nur, dass das Auto in die Werkstatt muss und Zeit verloren geht, sondern auch Geld, je nach Selbstbeteiligung und Art Ihrer Versicherung. Ein nicht bemerkter Marderverbiss kann zu schlimmen Unfällen führen. Das möchte niemand. Sie haben einen VW Golf, parken auf der Straße und wissen, dass beim Nachbarn der Marder schon einmal zugebissen hat, dann sollten Sie über einen Marderschutz nachdenken.

Zu Folgeschäden führen Verbisse an Zündkabeln. Wenn der Motor überhaupt dann noch läuft, läuft er unrund. Unverbrauchter Kraftstoff kann den Katalysator schädigen. Sind Gummimanschetten verletzt, kann es ein wenig dauern, bis der Marderangriff bemerkt wird. Schmutz dringt ein, oder Fett läuft aus und schon sind die Antriebs- und Achsgelenke beschädigt. Ist der Kühlwasserschlauch angebissen und man verliert Kühlwasser ist eine Überhitzung schnell zur Stelle und schädigt den Motor.

Anfang der 50iger Jahre war der Marder wegen seines Pelzes fast ausgerottet. Nun gibt es in Deutschland wieder einen gesunden Bestand. War der Marder früher eher im Süden Deutschlands beheimatet, so breitet er sich immer mehr in Richtung Norden aus. Im Frühjahr (Mai und Juni) ist Paarungszeit und die Mardermännchen am aggressivsten. Wer in einer gefährdeten Gegend lebt, sollte zu dieser Zeit versuchen, sein Fahrzeug immer an derselben Stelle zu parken und ihm öfter eine Motorwäsche gönnen. Der Grund: Riechen Männchen, dass ein anderes Männchen am Fahrzeug war, ist die Beißwut extrem hoch. In der Regel sind Fahrzeuge, die immer an derselben Stelle stehen weniger gefährdet. Das liegt am ausgeprägten Revierverhalten der Marder. Laut ADAC ist die Zahl der Marderschäden von Jahr zu Jahr auf etwa gleichem Niveau. Allerdings sind Großstädte in der Zwischenzeit auch bei Mardern ein beliebtes Revier.

Welche Möglichkeiten zum Schutz eines VW Golfs gibt es

Es gibt einige Möglichkeiten sein Auto vor Mardern zu schützen. Mit mehr oder weniger Erfolg. Beginnen wir mit einem Mittel, welches nachweislich nicht zur Abwehr taugt: Duftstoffe wie Hundehaare, WC-Stein, Sprays usw.. Nach dem ersten Regenschauer ist der Geruch wieder weg und außerdem gewöhnen sich Marder an diese Duftstoffe. Bitte hier nichts investieren.

Um die Zündkabel zu schützen, kann geschlitztes Wellrohr aus Hartkunststoff aus dem KFZ-Fachhandel benutzt werden. Wird es allerdings nicht fachgerecht angebracht, kann es zu Scheuerstellen kommen oder es wird durch heiße Stellen versengt. Nicht wirklich empfehlenswert. Außerdem können durch diese Methode die vom Marder gerne genommenen Schläuche nicht geschützt werden.

Ultraschallgeräte zeigen nur einen Nutzen, wenn sich die Frequenz automatisch verändert und dies hat seinen Preis. Günstige Geräte können dies nicht und sind daher relativ schnell nutzlos.

Mit Elektroschocks können Marder gut vertrieben werden. Allerdings sollte der Einbau unbedingt von einer Fachwerkstatt vorgenommen werden. Dabei werden an Einstiegen und anderen strategischen Stellen kleine Metallplättchen angebracht und unter Strom gesetzt. Menschen mit Herzschrittmacher sollten die Plättchen aber auf keinen Fall berühren. Bei geöffneter Motorhaube sollte der Stromkreis unterbrochen sein.

Auch gerne genutzt und mehr oder weniger erfolgreich sind Maschendrahtgitter unter dem Fahrzeug. In der Stadt am Laternenparkplatz vielleicht nicht das Mittel der Wahl.

Wie Versicherungen damit umgehen

Einige Versicherungen zahlen die Reparaturkosten, die aufgrund von Marderschäden entstehen. Allerdings könnte es sein, dass nur die direkt beschädigten Teile ersetzt werden. Die Folgeschäden zum Beispiel aus einem zerbissenen Kühlschlauch unterliegen dann oft dem Selbstbehalt. Und der kann höher sein, als die Reparatur selber. Es ist also besser, erstmal seine Versicherung zu checken und eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen.

Fazit: Warum Sie als VW-Golf Besitzer einen Marderschutz nachrüsten sollten

Wie beschrieben, kann ein Marder, der mit Ihnen in der Umgebung lebt, erhebliche Kosten verursachen. Vom Ärger ganz abgesehen. VW bietet seinen Kunden für einige Golf und Golf Plus-Modelle eine einfache Abschottungsmethode an, so dass Marder nicht mehr eindringen können. Dabei verschließen Borstenvorhänge die seitlichen Öffnungen der Motor-Kapselung sowie ein Lochblech den rückwärtigen Zugang via Tunnel. Dieser genau auf das Fahrzeug abgestimmte Schutz ist ein Garant für Marderfreiheit im eigenen Fahrzeug. Ihre VW-Werkstatt gibt Ihnen dazu sicher gerne Auskunft und übernimmt die Nachrüstung. Denn je nach Modell gibt es Unterschiede, auch zwischen Benziner und Dieselfahrzeug. Wer selbst Hand anlegen möchte und den Marderschutz in sein Fahrzeug einbauen will, sollte unbedingt auf einige Punkte achten. So darf es auf keinen Fall zu Überhitzungen kommen oder eine Verbindung mit heißen Teilen bestehen. Da bitte vorher einen Fachmann befragen, oder sich in einschlägigen Internet-Foren Rat holen. Bei einigen Neufahrzeugen von VW gibt es den Marderschutz übrigens bereits ab Werk.

Fazit: Ein Nachrüsten Ihres VW Golf mit einem Marderschutz lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur aus sicherheitstechnischen Gründen, sondern auch aus finanziellen Überlegungen heraus. Also, einmal hinsetzen, recherchieren, rechnen und nachrüsten, oder nachrüsten lassen. Einmal eingebaut und das jährliche Bangen, ob oder ob nicht, fällt weg.


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