Zahlt die Versicherung bei Marderschäden?

Das eine Versicherung bei einem Marderschaden einspringt, ist leider nicht selbstverständlich. Die meisten Menschen, die ein Auto besitzen, kennen das Problem: Man steigt morgens in den Wagen und möchte zur Arbeit fahren – aber das Fahrzeug springt einfach nicht an! Marderschäden sind längst keine Seltenheit mehr in Deutschland: Allein im letzten Jahr gab es, so Versicherungsexperten, mehr als 250.000 Fälle – Tendenz steigend. Zudem sind Marderschäden am Auto nicht nur ärgerlich, sondern auch unter Umständen ein teures
Unterfangen. Seit die Basistarife für Kfz-Versicherungen existieren, ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Marderschäden auch entsprechend übernommen werden.

marderschaden versicherung

Was man über Versicherungen und Marderschäden wissen sollte

Die so genannten Basistarife der Kfz-Versicherungen lassen sich als eine Art „Light-Variante“ der Police mit normalem Leistungsumfang verstehen. Der Vorteil zeigt sich für Kunden vor allem beim Preis, denn Basistarife sind um bis zu 15% günstiger – allerdings sind in dieser Police dann deutlich weniger Leistungen enthalten. Dazu zählen in den meisten Fällen Marderbisse, die dann schnell sehr teuer werden können, wenn anschließend verschiedene Teile des Fahrzeuges ausgetauscht werden müssen. Im schlimmsten Fall kann die Bordelektronik, die Antriebswellen, der Katalysator oder sogar der Motor vom Marderschaden betroffen sein – und dann sitzt man auf den oft fünfstelligen Kosten für die Reparatur selbst fest.

Aus diesem Grund ist es wichtig, vorausschauend zu agieren und schon vor dem Abschluss einer Versicherung zu prüfen, ob auch Marderschäden übernommen werden. Auch dabei gibt es wieder Unterschiede, wichtig ist jedoch, dass die Versicherungsgesellschaft Schäden an Leitungen, Kabeln oder Schläuchen sowie auch die Folgeschäden übernimmt. Meist gibt es hierfür ein Limit von maximal 1.500 Euro – der Rest muss dann selbst beglichen werden.
Einige wenige Versicherungen bieten unbegrenzten Schutz bei Folgeschäden durch Marderbisse – halten Sie danach Ausschau!

Welche Teile am Fahrzeug sind anfällig für Marderschäden?

Viele Autobesitzer fragen sich, ob sich Marderschäden eigentlich im Vorfeld vermeiden lassen. Grundsätzlich machen sich die Tierchen gerne an Leitungen aus Gummi oder Kunststoff zu schaffen. Hierfür gibt es inzwischen in Handel spezielle Duftstoffe, die sich dort anbringen lassen. Auch unter dem Motorraum befestigte Hundehaare sollen die gefräßigen Marder abschrecken. Sehr anfällig sind, so das Ergebnis einer Studie des ADAC, Isoliermatten, Stromleitungen, Schläuche für Scheibenwischwasser und Zündkabel.
Wirklich vermeiden lässt sich das Risiko, dass das Auto von einem Marder beschädigt wird, nie. Jedoch sind die oben genannten Maßnahmen zumindest schon einmal ein erster Schritt in die richtige Richtung, durch die sich einige Tiere abschrecken lassen.

So finden Sie die richtige Kfz-Versicherung gegen Marderschäden

Wenn Sie in der Vergangenheit bereits öfter Probleme mit Mardern hatten, dann ist es bei der Auswahl einer neuen Kfz-Versicherung sinnvoll, darauf zu achten, dass die Kostenübernahme für Marderschäden zum Leistungsumfang zählt. Viele Teilkaskoversicherungen übernehmen zwar Kosten, welche durch Marderschäden entstehen, allerdings müssen indirekte Folgeschäden häufig noch selbst bezahlt werden. Ein Beispiel für einen solchen Fall wäre, dass die Versicherung zwar einen durchgebissenen Schlauch ersetzt, aber die Kosten eines dadurch entstandenen Motorschadens nicht. Daher sollten Sie darauf achten, dass auch Folgeschäden mitversichert sind. Laut der Huk Coburg sind bei deren Policen immerhin Folgeschäden bis zu 3000 Euro abgedeckt.

Heutzutage gibt es kaum noch eine Versicherungsgesellschaft, die Marderschäden im Basistarif abdeckt. Meist werden diese Leistungen erst ab einer gehobenen Versicherungsklasse angeboten, wie beispielsweise in Komfort- oder auch Premium-Tarifen.
Auch dann ist noch nicht gewährleistet, ob ein Schaden zu 100% übernommen wird. Die Höhe der Selbstbeteiligung kann bei einigen Versicherern vom Kunden selbst festgelegt weden. Meist jedoch liegt dieser bei einer Höhe von ca. 150-200 Euro.
Achten Sie also bei einem Vergleich verschiedener Versicherungen im Internet besonders darauf, wie gut das Preis-Leistungsverhältnis der einzelnen Policen ist. Manchmal lohnt es sich, lieber etwas mehr für seine Versicherung zu bezahlen und dafür das sichere Gefühl zu genießen, im Falle eines Marderschadens rundum vor teuren Überraschungen geschützt zu sein.


Kategorisiert in:

Kommentare sind geschlossen.

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Wenig bekannte Wege Marder effektiv vom Auto ferzunhalten

Jeder, der ein Auto besitzt, fürchtet sich vor den kleinen gefräßigen Nagern: Marder sind wahrlich eine Plage, wenn sie die...

Schließen