Die besten Marderköder um Marder zu fangen

Marder sind von Natur aus sehr vorsichtige Wesen und brauchen einen Anreiz in Form eines Köders, um mehr oder weniger freiwillig in eine Falle zu gehen. Einfach eine Falle aufstellen und hoffen, dass sich ein Tier darin verirrt, wird also in der Regel nicht funktionieren. Da Steinmarder Allesfresser sind und einen sehr feinen Geruchssinn haben, eignen sich die verschiedensten Lebensmittel als Anreiz für eine Falle.

Doch welche Lebensmittel eignen sich besonders gut, um die Tiere anzulocken?

Sehr gut funktioniert z. B. ein rohes Ei und mit Honig bestrichene Nüsse oder Trockenobst. Weiterhin  eignet sich aber auch Huhn, Fisch, Schinken, Beeren oder Katzenfutter. Trotz eines guten Anreizes kann es aber auch vorkommen, dass kein Tier davon angezogen wird. Findet der Steinmarder ausreichend andere Nahrungsquellen vor, kann es vorkommen, dass der Köder in der Falle nicht attraktiv genug für das Tier ist und es von dessen Geruch nicht angelockt wird. Wie bereits erwähnt, kann es auch daran liegen, dass der Marder aufgrund seines scheuen Wesens nicht sofort auf den Köder in der Marderfalle anschlägt und es einige Wochen bis Monate dauert bis ein Tier in die Falle geht.  

Marderköder noch reizvoller machen

Sollten die kleinen Räuber gar nicht auf den auslegten Köder anspringen, können spezielle Marderlockmittel helfen. Sie enthalten bestimmte Duftstoffe auf dessen Geruch die Marder reagieren und die in der Lebendfalle ausgelegten Köder für ihn attraktiver machen. Es empfiehlt sich, das Lockmittel in Kombination mit einem natürlichen Köder oder einem Künstlichen, wie z. B. ein Plastikei einzusetzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tier in die Falle geht, wird mit einem Lockmittel also deutlich erhöht. Da der Marder ein sehr scheues Tier und die Marderfalle ein für ihn ungewohnter „Gegenstand“ ist, lohnt es sich, eine Fangstrategie anzuwenden. Da jeder Marder andere Vorlieben hat und unterschiedlich auf die ausgelegten Köder anspricht, muss man bei der Wahl des richtigen Lockmittels geduldig sein und etwas rumprobieren.

So setzen Sie einen Marderköder richtig ein

Marderarten wie der Steinmarder, das Mauswiesel, der Iltis oder der Hermelin gehören zum Haarwild und unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Um ein Tier einfangen zu dürfen, benötigt man daher eine Genehmigung in Form eines Jagdscheins. Beantragen kann man diesen Jagdschein bei der Unteren Jagdbehörde. Und auch die Jagdzeiten spielen eine wichtige Rolle. Marder dürfen nur außerhalb ihrer Schonzeiten gejagt und gefangen werden.

In folgenden Bundesländern ist die Schonzeit für Stein- und Baummarder im Zeitraum vom 16.10. bis 28.02. geregelt:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Saarland
  • Hessen
  • Thüringen
  • Sachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen-Anhalt
  • Berlin
  • Niedersachsen
  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein

Im Bundesland Rheinland-Pfalz ist die Schonzeit vom 01.08. bis zum 28.02. geregelt, in Brandenburg vom 01.09. bis zum 28.02., in Bremen vom 01.11. bis zum 31.01. und in Mecklenburg-Vorpommern gilt eine ganzjährige Schonzeit.

Marder müssen lebend gefangen und anschließend wieder ausgesetzt werden. Sie benötigen zum Fang also eine Lebendfalle, die von beiden Seiten zugänglich ist und einen unversehrten Fang des Marders ermöglicht. In die Mitte der Falle wird als „Anreiz“ etwas Futter platziert. Um einen Marder tatsächlich in eine Marderfalle zu locken, bedarf es einiger Vorkehrungen: Stellen Sie dem Steinmarder über ein paar Tage immer an der gleichen Stelle einen leckeren Snack hin. Am besten dort, wo er auf seinen nächtlichen Streifzügen vorbeikommt und den Geruch des Lockmittels am besten wahrnehmen kann. In der Regel ist das der Dachboden, die Garage oder der Garten. Achten Sie auf die Spuren des Marders und studieren Sie seine Pfade genau. Hat sich der Marder an die Stelle mit dem ausgelegten Köder einige Tage gewöhnt, können Sie nun die Falle genau an dieser Stelle aufstellen. Zusätzlich können Sie neben dem Futter auch ein Lockmittel einsetzen und in der Mitte der Falle platzieren. Der Marder wird zwar immer noch wegen der Marderfalle irritiert sein, allerdings hat er in den letzten Tagen gelernt, dass ihm hier nichts passiert. Das Vertrauen des Marders ist durch diese Strategie größer und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Marder in die Falle geht.

Die besten Aufstellorte

Der beste Aufstellort für eine Marderfalle ist idealerweise dort, wo der Marder bei seinen nächtlichen Streifzügen entlang kommt. In der Regel ist das auf dem Dachboden, in der Garage (am besten in der Nähe des Autos bzw. des Motorraums) oder im Garten. Um dem scheuen Tier die Lebendfalle „schmackhaft“ zu machen, ist es wichtig das richtige Lockmittel einzusetzen und es durch den Geruch in die Falle zu locken.

Neben einer Marderfalle, kann auch ein Marderschreck eingesetzt werden. Ein Marderschreck macht den  Dachboden, die Garage oder den Garten mardersicher und schützt vor ernsthaften Schäden, die vor allem in der Jagdzeit der Marder entstehen können.

Alternativ zur Marderfalle und/oder einem Marderschreck, gibt es auch noch andere Möglichkeiten einen Marder zu vertreiben und verschiedenste Orte mardersicher zu machen. Lesen Sie dazu am besten auch unseren Artikel: 10 Gründe warum es besser ist einen Marder zu vertreiben.

marder vertreiben statt einfangen