Marderschutz Maßnahmen für Autobesitzer

Er verfügt über ein Gebiss wie eine Schere, mit Unterstützung seiner starken Reißzähne kann er besonders harte Schalen aufbrechen. Wenn er nachts Achsmanschetten, Heizungsschläuche, Zündkabel oder Kühlwasserschläuche und diverse Dämmmaterialien zerbeißen, leistet er ganze Arbeit:
Der Steinmarder!

Hilfe ein Marder ist auf meinem Auto

Marder sind weitverbreitete, nachtaktive Tiere, die ihrer Machtkämpfe wegen besonders in Frühjahrsnächten in den Motorräumen einerseits Duftmarken setzen und andererseits als Zeichen ihrer Aggressivität zerbissene Kabel hinterlassen. Aber auch unabhängig von der Jahreszeit liebt der verspielte Marder interessante Motorräume, wo er gern zubeißen und anschließend ein kleines Nickerchen machen kann.
Der Autofahrer erkennt den Besuch des Marders am nächsten Morgen am öden Klicken des Zündschlosses. Was folgt, ist melancholische Stille.

Dann will er den ungebetenen Gast vertreiben. Allerdings haben sich dabei verschiedene Hausmittelchen nicht bewährt – was dem Menschen stinkt, tangiert den reviermarkierenden Marder keinesfalls. Vielmehr wird er dem Gestank im Kofferraum neue Duftmarken entgegensetzen und dabei wieder herzhaft zubeißen wollen. Auch Mottenkugeln, WC-Steine, Hundehaare oder Ultraschall nützt nichts.

Was kann man gegen Marder tun?

Das „Antimardermittel“ mit dem Alleinstellungsmerkmal gibt es nicht. Bewährt haben sich unter dem Motorraum platzierte Maschendrahtzuschnitte oder Gitter, die dem Marder zunächst einen unangenehmen Auftritt bescheren. Hat er allerdings die Ungefährlichkeit der Teile durchschaut, hält ihn das schärfste Gitter nicht vom nächsten Besuch des Motorraums ab.
Hartplastikrohre aus dem Baumarkt sind für Marderzähne ziemlich harte Arbeit. Mit dieser kostengünstigen Ummantelung sind die Kabel ziemlich gut geschützt, zusätzlich können mechanische Zugangssperren die Zugangswege versperren. Diese Sperren sind allerdings nicht für alle Fahrzeugtypen verfügbar.
Strategisch wirkungsvoll, aber auch martialischer ist der Einsatz professioneller Marderschreckgeräte, die dem flinken Tier einen ebenso eindrucksvollen wie erfolgreichen Stromschlag verpassen.

So baut man den Marderschutz ein

Vor dem Einbau des elektrischen Marderschutzes sollte der Motor gewaschen werden. Ein gründlich gereinigter Motorraum ist des fehlenden Dufterlebnisses wegen gleich viel weniger attraktiv für den Marder.
Nun können die Sensorplättchen an Teilen der Karosserie angebracht werden und das dazugehörige Steuerungsteil wird integriert.
Das Steuerungsmodul benötigt eine Verbindung zur Zündung und mit der Batterie des Fahrzeugs. So wird nach dem Einschalten des Geräts eine Hochspannung erzeugt. Berührt der Marder die Kontakte, bekommt er einen gehörigen Schlag, der ihn sicher vertreibt.

Die professionellen Geräte verfügen über einen Panikschutz, um dem Tierschutz Genüge zu tun. Die Kontakte sind nach einem Stromschlag kurze Zeit inaktiv, um dem Marder mehrere unnötige Stromstöße zu ersparen. Ein Haubenkontaktschalter sorgt für eine Unterbrechung des Stromkreises, wenn der Mensch die Motorhaube öffnet.

Diese Methode ist für den Marder besonders eindrucksvoll. Daran gewöhnen wird er sich nicht und der Autobesitzer hat keine Sorgen mehr mit Marderbissen …

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